
Unsere Geschichte
Willkommen in der Bäckerei und Konditorei Wolf – einem Traditionsbetrieb in der fünften Generation. Unsere Bäckerei befindet sich in Ammelshain, zwischen Leipzig und Grimma, direkt an der A14. Seit über 130 Jahren sind wir fest im Ort verankert und setzen die handwerklichen Traditionen unserer Familie fort.
Gegründet im Jahr 1894, haben wir im Laufe der Jahre unser Handwerk kontinuierlich weiterentwickelt. Wir kombinieren klassische Rezepte und Techniken mit modernen Verfahren, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Die Leidenschaft für das Bäckerhandwerk ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Jedes Brot, Brötchen und jeder Kuchen wird mit größter Sorgfalt und Liebe zum Detail produziert. Dabei verwenden wir ausschließlich hochwertige Zutaten, viele davon aus der Region, um den herausragenden Geschmack unserer Produkte zu garantieren.
Besonders stolz sind wir auf unser traditionelles Roggenmischbrot, das nach einem jahrhundertealten Rezept hergestellt wird. Die Verbindung von traditioneller Handarbeit und modernster Technik ermöglicht es uns, stets frische und aromatische Backwaren anzubieten, die sowohl geschmacklich überzeugen als auch Wärme schenken.
In unseren Filialen empfangen wir Sie freundlich und bieten ein vielfältiges Sortiment an, das von knusprigem Brot über feine Teilchen bis hin zu hausgemachten Kuchen reicht. Wir stehen Ihnen auch gerne persönlich zur Verfügung, um auf Ihre individuellen Wünsche einzugehen – sei es für eine Feier oder einfach für einen gemütlichen Kaffee am Sonntagmorgen.
Besuchen Sie uns und erleben Sie die einladende Atmosphäre sowie den einzigartigen Geschmack unserer Backwaren. Die Bäckerei Wolf ist nicht nur ein Ort zum Brot kaufen, sondern auch ein Stück Heimat, das auf einer langen Tradition basiert und stets bereit ist, neue Geschichten zu schreiben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Geschichte der Bäckerei Wolf in Ammelshain
1894
Erstöffnung eines Unternehmens durch die erste Generation
Nach seinen Reisen, die ihn nach Berlin und durch das Rheinland führten, kehrte Emil Wolf im Alter von dreißig Jahren als Bäckermeister in seine Heimat zurück. Am 23. August 1894 eröffnete er zusammen mit seiner Frau Berta eine Bäckerei in Ammelshain, die unter dem Motto "Handwerk hat goldenen Boden" stand. Das für die Backwaren benötigte Getreide bezog er von seinem Bruder Otto, der es auf dem Familienbesitz in Großsteinberg anbaute, sowie von seinem Schwiegervater aus Altenhain. Das Mehl wurde von der Großmühle in Grimma importiert. Zu dieser Zeit lebten bereits etwa 500 Menschen in Ammelshain. Parallel zur Eröffnung wurde die Eisenbahnlinie Brandis–Trebsen gebaut, was es Emil Wolf ermöglichte, nicht nur die örtliche Bevölkerung, sondern auch die Bauarbeiter mit Brot und anderen Backwaren zu versorgen. Jeden Freitag lieferte er mit einem Hundewagen Brot zu den umliegenden Bauernhöfen und nach Altenhain. Emil Wolf und seine Frau hatten drei Kinder: Erna, Alfred und Liska.
1905 - 1933
Elektrizität und Neubauten
In der Backstube des Betriebs arbeitete ein Geselle unter der Anleitung des Bäckermeisters. Nach Jahren der Tätigkeit wurde im Jahr 1905 ein neues Wohnhaus erbaut, das einen Verkaufsraum umfasste. Zuvor erfolgte der Verkauf der Backwaren direkt aus der Küche des Hauses. Im Jahr 1911 erhielt die Bäckerei eine elektrische Leitungen, und es wurde die erste Teigknetmaschine beschafft. Diese Maschine optimierte den Prozess des Teigknetens erheblich. Bereits um 5 Uhr morgens waren die Brötchen fertig für die Auslieferung. Neben der Bäckerei betrieb das Paar Berta und Emil auch Landwirtschaft sowie den Handel mit Kohlen und Futtermitteln. Alfred, der Sohn, erlernte das Bäckerhandwerk bei seinem Vater Emil und sammelte anschließend Erfahrung in anderen, größeren Bäckereien. Nach 38 Jahren erfolgreicher Tätigkeit gingen die Eltern in den wohlverdienten Ruhestand.
1933 - 1952
Die zweite Generation
Am 1. Januar 1933 übernahmen Alfred und seine Frau Hanni die Bäckerei sowie das dazugehörige Geschäft. Am 30. August 1938 wurde die Scheune durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt. Im Jahr 1939 erfolgte der Bau eines neuen Wohnhauses. Alfred und Hanni hatten vier Kinder: Heinz, Ursula, Gisela und Wilfried. Der Zweite Weltkrieg stellte eine erhebliche Herausforderung für den Geschäftsbetrieb dar. Im Jahr 1940 wurde Alfred als Feldbäcker in den Krieg eingezogen. Während seiner Abwesenheit übernahm Hanni gemeinsam mit Herrn Christoph aus Naunhof die Geschäfte der Bäckerei.
1952 - 1987
Die dritte Generation
Heinz Wolf übernahm im Jahr 1952 die Leitung der Bäckerei nach dem verstorbenen Alfred Wolf, seinem Vater. Unter seiner Leitung erhielt er Unterstützung von seinen Schwestern Ursula und Gisela. Im selben Jahr wurde ein altdeutscher Doppelbackofen installiert, der die Produktionsabläufe erheblich vereinfachte. Um den steigenden Anforderungen der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden, wurde der Ofen 1957 modernisiert. Im Jahr 1960 erfuhr der Verkaufsraum eine umfassende Modernisierung, und es wurden neue Maschinen angeschafft, von denen einige bis heute genutzt werden. In den folgenden Jahren fand ein Umbau und eine Erweiterung in verschiedenen Bereichen der Bäckerei statt. 1971 wurde der alte Doppelbackofen durch einen modernen Dampfbackofen mit drei Herden ersetzt.
seit 1987
Die vierte Generation
Seit dem 1. Januar 1987 leitet Volker Wolf als Bäckermeister die Bäckerei seiner Vorfahren. Er hat das Konditorenhandwerk in der Konditorei Liebethal in Liebertkolwitz erlernt und den Meisterabschluss im Bäckerhandwerk im elterlichen Betrieb erworben. Gemeinsam mit seiner Frau Manuela, die ebenfalls Meisterin des Handwerks ist, führt er den Betrieb fort, obwohl die behördlichen Auflagen zunehmen. Die Wiedervereinigung im Jahr 1990 brachte nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch neue Herausforderungen. Traditionelle Ansätze wurden hinterfragt und innovative Ideen waren gefragt, um das Geschäft zukunftsfähig zu machen. Im selben Jahr entschieden sich Volker und Manuela, ihre erste Filiale in Grimma zu eröffnen.
Fortsetzung folgt...
